Heiß und FETig

Die SB560 Schottky-Freilaufdioden sind in die Schaltung eingebaut, ebenso wie eine Verbindung zur Masse des Arduino. Die FETs sperren nun wie erwartet zuverlässig. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, die 1N4004 wieder herauszulöten, sie sollten aber neben den Schottkys aber auch nicht weiter stören.

Die realisierte Schaltung sieht folgendermaßen aus (Grafik erstellt mit gEDA):

Mit der überarbeiteten Schaltung surrt die Spindel (reproduzierbar) ab einer Spannung von etwa 10 Volt – je höher die Spannung, desto lauter – sie dreht sich aber nach wie vor kein bisschen. Ich musste meine Tests fürs Erste wieder abbrechen, weil aus unerfindlichen Gründen der U+ FET im Betrieb schnell sehr heiß wird, ganz im Gegenteil zu den übrigen fünf FETs. Diese individuelle Erhitzung ver“heiß“t nichts Gutes … 😉 Sie deutet auf einen großen Strom durch U+ hin. Dass die übrigen FETs sich nicht mit-erhitzen deutet darauf hin, dass der Strom unter Umgehung der FETs in die Erde kurzgeschlossen ist.

Ich werde mir die Software nochmal anschauen, ob etwas auf eine Überanspruchung des ersten FET hindeutet. Auch die Schaltung bzw. die Durchleitung zur Spindel muss nochmal mit Hinblick auf ihren elektrischen Widerstand und mögliche Kurzschlüsse hin vermessen werden.

Nachtrag 2. März 2016:

Das Problem mit der obigen Schaltung besteht darin, dass das Gate der FETs zur High Side nicht mit dem korrekten Potential betrieben wird. Wenn die Spannung an den Ausgängen U,V,W auf das hohe Potential der Spindel-Spannungsversorgung gehoben wird, ist der Arduino-GPIO-Pegel relativ gesehen eine negative Verpolung des Gate, sogar außerhalb der laut Datenblatt zulässigen Grenzen. Ein Fehlverhalten des FET (z.B. Kurzschluss) ist daher zu erwarten.

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