Optokoppler bringen’s nicht(?)

Habe die 6N136-Optokoppler an einem Arduino ausprobiert und sie funktionieren nicht, wie ich es mir erhofft hatte. Die an der Effektor-Basis (Pin 6: VB) abfallende Spannung von 0,75V genügt nicht, ein FET zu schalten. Die Optokoppler können tatsächlich nur zur galvanischen Isolation der Spindelschaltung eingesetzt werden.

Wenn man die Schaltgeschwindigkeit weiter verbessern wollte, könnte man den FETs Transistoren vorschalten, welche die Gates beim Ausschalten mit der Erde verbinden. Das käme einem Betrieb von halben H-Brücken mithilfe von halben H-Brücken gleich. Diese könnten dann tatsächlich eine positive und negative Spannung an die Gates anlegen. Nachdem in unserem Fall in der Spindel-Steuersequenz die Kanäle immer entweder positiv oder negativ sind, könnte man in diesem Zusammenhang auch gleich eine geschicktere Schaltung konzipieren, die nur noch einen Steuer-Pin pro Kanal benötigt. Dies könnte realisiert werden, indem man beide Pegel jeweils das eine FET einer halben H-Brücke schalten und das entsprechende andere FET sperren ließe.

Dabei muss darauf geachtet werden, dass vorgeschaltete Komponenten hohe Schaltfrequenzen unterstützen müssen („High Frequency“), so wie es bei den 6N136-Optokopplern der Fall ist.

Nachtrag 2. März 2016:
In den 6N136 ist kein FET verbaut, sondern ein Bipolar-Transistor, genauergesagt ein npn-Transistor, d.h. der Optokoppler erzeugt keine Spannung am Ausgang, sondern verstärkt belichtungsabhängig einen Strom. Für die Praxis heißt das, dass ein pull-up-Widerstand zwischen VCC- und Kollektor-Pin platziert werden muss. Letzterer wird auf Masse gezogen, wenn ein Photostrom durch die Basis-Emitter-Strecke des Transistors fließt.

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