Alternative Wege zur zellulären Aufnahme von DNA

Gelangt Aceton auf die Haut, so wird es von selbiger aufgenommen, genauso wie eventuelle im Aceton gelöste Stoffe. Grund hierfür ist die Fett anlösende Eigenschaft von Aceton, durch die die Zellmembran teilweise permeabel wird bzw. – je nach der Konzentration des Aceton – auch mitsamt dem Rest der Zelle vollständig aufgelöst werden kann. Daher ist beim Umgang mit Aceton Schutzkleidung zu tragen, denn gleich welche Art von chemischer oder biologischer Verunreinigung sich zum Zeitpunkt des Experiments auf unserer Haut befinden mag, durch das Aceton kann sie in unsere Hautzellen und den Zellkern gelangen.

Mir kam nun folgender Gedanke: Wenn in Aceton gelöste Stoffe in Zellen eingebracht werden können, wäre es dann nicht möglich, DNA auf diesem Wege in Zellen einzuschleusen ? Natürlich müsste man etwas mit den Konzentrationen und Inkubationszeiten spielen, die auch nach der zu manipulierenden Spezies und deren Resistenz gegen den Aceton-Stress variieren werden. Das Prinzip wäre das gleiche, wie bei der Elektroporation oder Calcium-Transfektion: Die Zellmembran wird gerade so abgeschwächt, dass ein DNA-Molekül ins Zellinnere gelangen kann, die Zelle aber nicht abstirbt.

Was hat es außerdem mit Cremes auf sich, die „schnell einziehen“ ? Werden dabei Fette in die Zellmembran aufgenommen oder werden am Ende auch hierbei Stoffe ins Zellinnere transportiert ?

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